Anfrage an eine Künstliche Intelligenz (KI) von google:
(https://www.google.com/search?q=wann+entstand+die+opfertheologie+Jesu+Christi~)

Ich:
Wann entstand die Opfertheologie Jesu Christi?

KI: Die Opfertheologie Jesu Christi entstand nicht zu einem einzigen, festgelegten Zeitpunkt, sondern entwickelte sich unmittelbar nach Jesu Tod und wurde vor allem durch den Apostel Paulus im 1. Jahrhundert n. Chr. maßgeblich geformt.
Während Jesus selbst seinen Tod nach historisch-kritischer Auffassung wahrscheinlich nicht explizit als Sühnegeschehen deutete, begannen die frühen Christen und insbesondere Paulus, theologische Interpretationen zu entwickeln, die seinen Tod als ein stellvertretendes Opfer zur Vergebung der Sünden verstanden.
Wichtige Entwicklungsschritte:
Urchristliche Gemeinde (ca. 30 n. Chr. und danach): Die ersten Interpretationen des Todes Jesu als Heilsgeschehen begannen direkt nach der Kreuzigung um das Jahr 30 n. Chr.. Apostel Paulus: In seinen Briefen, die zu den ältesten Schriften des Neuen Testaments gehören (ca. 50er Jahre n. Chr.), formulierte Paulus die Idee, dass Jesus ein Sühnopfer (Röm 3,26) war, um die Menschheit mit Gott zu versöhnen.
Weiterentwicklung im Neuen Testament: Auch andere neutestamentliche Schriften, wie der Hebräerbrief, griffen das Motiv des Opferlamms auf und deuteten Jesu Tod im Kontext der jüdischen Opfertraditionen (besonders des Sühnetags, Jom Kippur) um.
Kirchenväter und Mittelalter: Im Laufe der Kirchengeschichte wurde die Sühnetheologie weiter ausdifferenziert. Bedeutende Theologen wie Athanasius von Alexandria (4. Jahrhundert) und später Anselm von Canterbury (11. Jahrhundert) entwickelten verschiedene Theorien der Sühne, darunter die Lösegeldtheorie und die Satisfaktionstheorie, die das Opferverständnis prägten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Grundlagen der Opfertheologie im 1. Jahrhundert n. Chr. in den Schriften des Neuen Testaments gelegt wurden, während die systematische theologische Ausarbeitung und Festschreibung der Dogmen über die Jahrhunderte hinweg erfolgte.

Ich:
Was weiß man Genaueres über die ersten Interpreationen unmittelbar nach Jesu Tod?

KI:
Unmittelbar nach Jesu Tod herrschte bei seinen Anhängern zunächst Verzweiflung und Krise. Die Hinrichtung ihres Anführers durch die römische Besatzungsmacht, die als entwürdigendste Form der Bestrafung galt, stellte ihre Erwartungen an einen Messias, der herrschen sollte, zutiefst in Frage.
Die frühesten Interpretationen, die den Tod Jesu in einen positiven, theologischen Sinnzusammenhang stellten, entstanden erst im Lichte der Ostererfahrung (des Glaubens an seine Auferstehung). Diese Deutungen entwickelten sich in der Urgemeinde in Jerusalem (ca. 30 n. Chr. und danach) und basierten auf alttestamentlichen Motiven:
Deutung als Erfüllung der Schrift: Die Jünger begannen, den Tod Jesu als Erfüllung von Prophezeiungen im Alten Testament zu verstehen. Insbesondere das Lied vom leidenden Gottesknecht aus dem Buch Jesaja (Jesaja 52,13–53,12) war ein zentraler Bezugspunkt. In dieser Lesart wurde Jesus als der Gerechte gesehen, der stellvertretend das Leid auf sich nimmt, um Vergebung für die Sünden anderer zu erwirken ("für uns", "für viele", "für alle" gestorben).
Bundesopfer-Vorstellung: Die Abendmahlstradition, insbesondere das Kelchwort ("Dies ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele"), deutete Jesu Tod als ein Bundesopfer, das den Bund zwischen Gott und den Menschen erneuert und erweitert.
Sieg über den Tod: Eine weitere frühe Interpretation, die besonders bei Paulus (im 1. Korintherbrief) anklingt, ist, dass Jesu Auferstehung den Tod selbst besiegt hat und ihm seine Macht nimmt. Es gab also von Beginn an eine Vielfalt an Deutungsmöglichkeiten im Urchristentum. Die systematische Opfertheologie, die den Tod Jesu als stellvertretendes Sühneopfer im heutigen, dogmatischen Sinn versteht, wurde dann vor allem durch den Apostel Paulus in seinen Briefen weiter ausgearbeitet und verbreitet.

Ich:
Hat Jesus seinen Tod am Kreuz, mit dem er rechnen musste, selbst als Opfer zur Befreiung von Sünden aufgefasst? Gibt es darüber einen direkt von ihm überlieferten Ausspruch? (Der Bericht über das Abendmahl stammt offenbar nicht von ihm, sondern steht in den Evangelien.)

KI:
Nach überwiegender Ansicht der modernen historisch-kritischen Bibelexegese hat Jesus seinen Tod am Kreuz nicht als ein stellvertretendes Opfer zur Sündenvergebung im späteren dogmatischen Sinne verstanden. Es gibt keinen eindeutigen, direkt von ihm überlieferten Ausspruch, der diese theologische Deutung zweifelsfrei belegt.
Die Opfertheologie entstand, wie zuvor erwähnt, erst nach Jesu Tod in der frühen christlichen Gemeinde, um den Sinn der Kreuzigung zu deuten.
Historizität der Zitate
Die biblischen Textstellen, die am ehesten in Richtung einer Sühne- oder Opfertheologie weisen, werden von der Forschung eher der Theologie der frühen Kirche als den ursprünglichen Worten Jesu selbst zugeordnet:
Die Abendmahlsworte: Formulierungen wie "Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden" (Matthäus 26,28; ähnlich Markus 14,24) sind zentrale Stellen der Opfertheologie. Sie stammen aus den Abendmahlsberichten in den Evangelien, die etwa 40 bis 70 Jahre nach den Ereignissen (ca. 70-100 n. Chr.) verfasst wurden. Sie spiegeln die bereits gefestigte theologische Überzeugung der Schreiber und ihrer Gemeinden wider, die Jesu Tod als ein heilsames, neues Bundesopfer interpretierten.
Der "Lösegeld"-Vers: Der Ausspruch in Markus 10,45 ("Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele") wird ebenfalls oft als nachträgliche theologische Formulierung der Gemeinde (Markusevangelist) betrachtet, nicht als historisch authentisches Selbstzeugnis Jesu.
Jesu eigenes Verständnis seines Todes
Die Forschung geht davon aus, dass Jesus seinen bevorstehenden Tod wohl als Konsequenz seines kompromisslosen Auftretens und seiner Botschaft vom nahen Reich Gottes sah. Er rechnete mit Widerstand und Verfolgung durch die religiösen und politischen Autoritäten.
Sein Verständnis war vermutlich eher:
Ein Märtyrertod, der ihn in die Nähe der alttestamentlichen Propheten stellte, die für ihre Botschaft leiden mussten.
Ein Teil des göttlichen Heilsplans, bei dem er sich auf die Seite der Leidenden stellte, um Gottes Liebe zu demonstrieren, ohne jedoch explizit eine stellvertretende Sühneleistung im Sinne eines Blutopfers zu lehren.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Idee des Sühneopfers ist eine theologische Interpretation der Bedeutung von Jesu Tod, die kurz nach seinem Tod begann und in den neutestamentlichen Schriften kanonisiert wurde, aber nicht direkt auf ein historisch gesichertes Wort Jesu zurückzuführen ist.

Zwei Varianten