Über die Bildersprache der Physik
nebst einem Vergleich zwischen Wissenschaft und Religion
Die Physik bedient sich außer der Mathematik, die ein machtvolles Werkzeug zur Gewinnung von Erkenntnissen ist, einer ausgeprägten Bildersprache. Sie redet von Teilchen, Wellen und Feldern, von Wirbeln (Maxwell, vgl. [1]) und in neuerer Zeit von "Strings", ein Wort, das an die Saiten eines Musikinstruments erinnern soll.
Physiker sprechen (manchmal) vom "kosmischen Ei" [2] und (oft) vom "Urknall". Nahezu poetisch klingt die Metapher vom "Abendrot des Urknalls", wie sie gelegentlich für die im Weltraum vorhandene Hintergrundstrahlung gebraucht wird.
Die Zeit "verfließt", und der Raum dehnt sich in Analogie zu einem Ballon aus, der immer stärker aufgeblasen wird.
Die Natur macht keine "Sprünge" - oder sie tut es doch.
Es gibt "Schwarze Löcher", "Wurmlöcher" und "aufgerollte" Dimensionen. Gedacht wird an einen "Quantenschaum", an dünne "Röhrchen", die schon, in anderem Zusammenhang, bei den Überlegungen Faradays eine Rolle spielten, und an "aufgeschnittene Gummis" [3].
So nützlich solche, dem normalen Leben entnommenen, anschaulichen Begriffe für die Erklärung zum Teil sehr diffiziler physikalischer Erscheinungen und Gegebenheiten sein mögen, so schwierig und unzureichend können sie im Einzelfall sein. Ein Beispiel hierfür finden wir beim Licht. Je nachdem, wie mit ihm experimentiert wird, zeigt es sich uns als Wellenerscheinung oder Teilchenstrahlung. Beides zugleich kann es nicht sein; dagegen sträuben sich Anschauung und logischer Verstand. Also kommt nur etwas Drittes in Frage, für das wir keinen Begriff haben. Hier wird eine der Grenzen sichtbar, die uns beim Erkennen der Welt (oder der "Natur", wie manche sagen) gesetzt sind. Wenn wir sie akzeptieren und als Folge unserer eigenen Unvollkommenheit ansehen, stellt das Licht, meine ich, kein wirkliches Problem dar. Sein eigentümlicher Doppelcharakter kann uns sogar hilfreich sein, indem wir uns stärker auf uns selbst besinnen: darauf, was wir eigentlich sind und was wir unter günstigsten Umständen vielleicht erreichen können.
Unangenehmer ist die Situation, nach meinem Dafürhalten, bei der Zeit. Wenn man sagt, sie vergehe, dann hört sich das so an, als verschwinde sie, als sei sie (plötzlich) nicht mehr da. Sagt man dagegen, sie fließe, dann bedeutet dies einen Vergleich mit einem materiellen Medium, etwa dem Inhalt einer Sanduhr oder dem Fließen von Wasser in einem Fluß. Diese anschaulichen Bilder werden ja oft gebraucht. Nun bewegen sich materielle Körper sowohl im Raume wie in der Zeit. Was aber soll man dann über die Zeit selber sagen? Daß sie sich ebenfalls im Raum bewegt, klingt nicht sehr plausibel, und wenn gesagt würde, daß sie sich ebenfalls in der Zeit bewege, müßte man dann nicht an eine weitere Zeit, an eine Art "Überzeit", denken, für die dasselbe Problem bestünde?
Obwohl die Zeit eine ganz fundamentale Größe zur Beschreibung physikalischer Vorgänge ist, gibt es keine allgemein anerkannte Definition für sie. Versuche, zu ihr zu kommen, reichen von der Feststellung "Zeit ist, was eine Uhr anzeigt" bis hin zu der Behauptung, sie sei lediglich ein Produkt unserer Anschauung oder unseres Geistes, und es gebe sie in Wirklichkeit gar nicht. Auf diesem, ich möchte sagen: unsoliden Fundament, ruht ein Großteil auch der heutigen Forschung!
Hierbei wird - und das kann man auch auf dem MP nachlesen - sogar teilweise davon ausgegangen, daß die Zeit unmittelbar nach dem immer noch hypothetischen "Urknall" still stand und erst langsam schneller wurde. Was das angesichts des soeben Geschriebenen bedeuten soll, ist mir schleierhaft. Eine Geschwindigkeit der Zeit kann es m. E. nicht geben.
Auch wird behauptet, daß die Zeit erst im Moment des "Urknalls" entstanden sei (zusammen mit dem Raum), und daß sie davor nicht existierte. Fragen wie: was vor diesem Ereignis war, und warum es plötzlich "knallte", werden manchmal als unwissenschaftlich und daher unzulässig abgetan. Hier deutet sich ein Denkverbot an, das an gewisse Phasen der Religions- und Kirchengeschichte erinnert.
Um noch kurz bei diesem Thema zu bleiben: Woher das (nahezu) punktförmige "kosmische Ei" kam, das die gesamte Materie des Universums (wohl in Form reiner Energie) in sich enthielt, ob es immer da war, ob es von jemandem geschaffen wurde oder von selbst aus dem Nichts entstand, ist völlig ungeklärt und in meinen Augen eine der großen Schwächen der durch formales Rückwärtsrechnen entstandenen "Urknall"-Theorie.
Spätestens an dieser Stelle ist man als nachdenklicher Mensch zu einer ganz persönlichen Entscheidung herausgefordert, die auch tatsächlich wahrgenommen wird: die materialistische Auffassung entscheidet sich dafür, daß die Materie und ihre Gesetze immer da waren und durch nichts geschaffen wurden. Religiös empfindende Menschen behaupten das Gegenteil. Sie gehen von einer Schöpfung und einem Schöpfer aus. Und hier auf dem MP kann man in einem anderen als dem oben erwähnten Thread lesen, daß jemand keine Schwierigkeiten damit hat, sich vorzustellen, daß etwas aus dem Nichts entsteht. In der modernen Physik werden Teilchen mit dieser Eigenschaft in Betracht gezogen; sie heißen "virtuell" [4]. (Alternativvorschläge zur Entstehung des Universums aus dem Nichts sind hier zusammengestellt [5].)
Das Weltbild gläubiger Menschen ist nicht auf Analyse angelegt. Wenn er überhaupt davon erfährt, wird jemand, der an Gott glaubt, im allgemein nicht besonders von dem berührt sein, was 10-43 Sekunden nach dem "Urknall" passierte (darüber wird tatsächlich spekuliert mit scheinbar haargenauen Angaben); und auch was danach geschehen sein soll, interessiert ihn meist nur am Rande. Vor allem die ersten und die letzten Dinge erscheinen ihm unerforschlich, und damit gibt er sich zufrieden. Auch anderes birgt für Gläubige Geheimnisvolles, in das sie nicht einzudringen wünschen. Sie glauben an Wunder und haben oftmals damit keine Probleme. (Was ich selber über Wunder denke, habe ich hier aufgeschrieben [6].)
Der Glaube hat seine eigenen Bilder und Sprachfiguren. Manche, wie der Begriff des Lichtes, werden im direkten Sinne (z. B. in der Schöpfungsgeschichte) oder in übertragener, geistlich-theologischer Bedeutung verwendet. Andere, zum Teil Tausende von Jahren alt und auf dem Wissensstand und den Erfahrungen weit zurückliegender Generationen beruhend, hält man heutzutage nicht mehr buchstabengetreu für wahr, begegnet ihnen aber trotzdem mit Respekt. Sie besitzen metaphorischen Charakter wie übrigens auch manches in der Wissenschaft. Die Glaubensvorstellungen religiöser Menschen umfassen vor allem auch Ethisches, was Naturwissenschaften wie der Physik fehlt. Sie sind geeignet, Dankbarkeit sowie Hoffnung auch in schwierigen, vielleicht sogar lebensbedrohenden Situationen zu erzeugen, ebenso weitere positive Gefühle und Einstellungen. Sie können zu innerem Frieden und zum besseren Auskommen mit anderen Menschen beitragen.
Glauben und naturwissenschaftliches Denken schließen sich in bestimmten Bereichen, aber nicht vollständig gegenseitig aus. Georges Lemaître, der Begründer der "Urknall"-Theorie, war Priester. Newton, Planck, Einstein, Heisenberg, um nur sie zu nennen, glaubten an Gott.
Hans-Jürgen
Hier ein ungewöhnlich langer Auszug aus der kontrovers geführten Diskussion, die sich an den Artikel anschloß:
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Re: Über die Bildersprache
der Physik
von kepzky606
am Do. 16. Februar 2006 18:28:30
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Spitzen Artikel,
Wunderbar geschrieben, regt zum Nachdenken an.
Hut ab.
lg
Erik
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von weserus
am Do. 16. Februar 2006 18:34:28
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Lieber Hans-Jürgen,
Du hast mit Deinem Artikel ein interessantes und vielseitiges
'Band' um wichtige Begriffe und Themen der Physik gelegt,ohne
einzuengen. Besonders gut gefällt mir der Abschnitt über die
ZEIT, über die wir in unserer westlichen Welt vielleicht zu viel
und -wie Du sagst- ohne Fundament reden. Sicher hat die Physik
hier noch Nachholbedarf. Soweit ich es richtig verstehe, wurde
in der Quantenmechanik bereits damit begonnen, sie 'herauszu-
schmeissen'.
Dein Artikel regt zum Weiterdenken an und dafür danke ich Dir.
Liebe Grüsse Peter
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von jannna
am Do. 16. Februar 2006 18:34:33
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Hallo
Hmm eigentlich hatte ich vor, gar nicht zu antworten, da ich so viel Kritik
zu diesem Artikel habe, daß ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Aber hier einige Dinge die mir aufgefallen sind:
Ich hab die Aussage, den Zweck dieses Artikels nicht richtig verstanden
Zum Licht: "Beides zugleich kann es nicht sein; dagegen sträuben sich
Anschauung und logischer Verstand.Also kommt nur etwas Drittes in
Frage.."
Das stimmt nicht. Natürlich kann beides zugleich sein. Was ist denn die
Betrachtung des Lichts als Welle? Ein Modell. Was ist die betrachtung des
Lichtes als Teilchen? Ein anderes Modell. Ich könnte jetzt bös behaupten, du
bist mit deiner Auffassung im 19. jahrhundert stehen geblieben ;-)
"Niemand kann zwei Herren dienen. Man kann nicht der Wahrheit dienen und
der Unwahrheit. Wenn die euklidische geometrie wahr ist, so ist die
nichteuklidische Geometrie falsch, und wenn die nichteuklidische wahr ist, so
ist die euklidische geometrie falsch" (Gottlob Frege, 1848-1925)
Ok, hier gehts um Geometrie, nicht um Licht aber vielleicht siehst du den
Zusammenhang.
Ich muß jetzt leider los. Vielleicht kommentier ich morgen den Abschnitt zur
Zeit ;-)
Ich empfehle mal eine Lektüre:
www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/modellierung/skript1.pdf
Speziell die Abschnitte 1.3 und 1.4
Grüße
jana
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von shadowking
am Do. 16. Februar 2006 21:03:05
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Hans-Jürgen, früher habe ich Deine Artikel gern gelesen, doch
bei diesem hier ist es ganz anders. Statt ernsthafter Physik
reihen sich neuerdings Spekulationen an Schwärmereien, und je mehr
ich über Deine Intentionen nachsinne, desto mehr fürchte ich, dass
Du den MP auf subtile Weise zur Verbreitung Deiner religiös
beeinflussten Weltsicht missbrauchst.
Das gefällt mir nicht, und anderen sicher auch nicht. Ich möchte
Dir bestimmt Deinen Glauben nicht nehmen, aber Du weißt hoffentlich
um die für unsere heutige aufgeklärte Gesellschaft, aber insbesondere
für den Matheplaneten getroffenen Absprachen, die besagen, dass dies
streng Privatsache ist.
Sie gehen niemanden sonst etwas an, daher genießen sie auch
gesetzlichen Schutz. Das verpflichtet den Gläubigen aber auch dazu,
sich nicht Beeinflussungs-(euphemistisch: Missionierungs-)versuchen
hinzugeben.
Hier würde ganz klar die Grenze von der Privatsache zur res publica
überschritten, und ob Derartiges mit beharrlichen Worten oder mit
Feuer und Schwert geschieht, ist letzten Endes ohne Unterschied.
Es tut mir weiterhin leid, dass Dich mein Kommentar vermutlich
persönlich trifft, aber ich fühle die Verantwortung, dies im
Interesse der Community auszusprechen, bevor es Wauzi auf seine
Art und Weise tut.
Noch was zum Thema:
Übrigens stammt das Denkverbot darüber, was "vor Beginn des
Universums" (nach der gängigen Theorie also "vor dem Urknall")
war,
nicht von irgendeinem modernistischen Glaubensverleugner, sondern
von Kirchenvater Augustinus höchstpersönlich, der seinen Schülern
auf die Frage, was vor der "Erschaffung" der Welt war, antwortete,
dass Raum und Zeit vom "Schöpfer" in die Struktur der Welt fest
eingewoben seien und die Frage nach dem "Davor" keine sinnvolle
Antwort habe.
Eine beeindruckend undogmatische Antwort für das vierte Jahrhundert.
Gruß Norbert
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von cow_gone_mad
am Do. 16. Februar 2006 21:12:26 http://cow-gone-mad.blogspot.com/
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Zum Denkverbot: arxiv.org/abs/hep-th/0602091
Sorry, ich habe schrecklichen Humor :-D
Überhaupt ist das Stichwort Landscape super, um die Denkverbote in der Physik
aufzulisten...
Ich bin nur dafür, dass dieser Artikel in Bildung anstelle von Physik
verschoben wird. Dann ist er absolut in Ordnung. ;-)
Liebe Grüsse,
cow_
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von cow_gone_mad
am Do. 16. Februar 2006 21:18:24 http://cow-gone-mad.blogspot.com/
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Noch ein Wort, zum Nachdenkverbot:
Es geht dabei, dass man nicht über vor dem Urknall etwas aussagen darf, um
etwas, was meistens viel zu kurz kommt. Nämlich jede physikalische Theorie
hat einen Gültigkeitsbereich. Zum Beispiel kann das Verhalten einer Feder
durch V = k x^2 beschrieben werden. Aber dieses Gesetz gilt nur so lange, man
bei der Feder im elastischen Bereich bleibt. Sobald man die Feder überdehnt
hat, ist dieses Gesetz nicht mehr gültig. Genauso haben Theorien wie das
Standardmodell und die allgemeine Relativitätstheorie einen
Gültigkeitsbereich. Dieser erstreckt sich halt bis kurz vor den Urknall.
Danach muss man andere Methoden anwenden, was ja auch ausgiebig getan wird.
Liebe Grüsse,
cow_
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Hans-Juergen
am Do. 16. Februar 2006 21:39:47 http://www.hjcaspar.de
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Hallo Norbert,
danke für Deine offenen Worte, die ich hiermit,
nachdem ich sie entdeckt habe, sofort beantworten
möchte.
Sie stellen, ob Du das möchtest oder nicht, eine
Art Zensur dar, die ich nicht voraussah, da mir
die von Dir erwähnten Absprachen nicht bekannt
waren.
Sollten sie tatsächlich bestehen, wäre das eine
Einschränkung grundgesetzlich garantierter
Meinungsfreiheit und für mich ein Anlaß, den
Matheplaneten zu verlassen. Eine "Verpflichtung",
wie Du sie forderst, werde ich nicht eingehen.
Ich bitte Dich dafür um Verständnis und grüße Dich.
Hans-Jürgen
P.S. Die am Schluß Deines Beitrags "zur Sache"
gemachte Bemerkung über den Hl. Augustinus finde
ich interessant. Eine Quellenangabe wäre nützlich.
Die Feststellung, daß "dass Raum und Zeit vom
'Schöpfer' in die Struktur der Welt fest eingewoben
seien, ..." (vermutlich Deine Formulierung; sie
klingt so modern) läßt sich weniger kompliziert
ausdrücken und ist Bestandteil der Bibel. Diese
ist mir lieb und teuer.
Noch ein P.S.
Falls die Antwort von cow_:
"Ich bin nur dafür, dass dieser Artikel in Bildung
anstelle von Physik verschoben wird. Dann ist er
absolut in Ordnung. ;-)"
ernst gemeint ist, danke ich ihm dafür.
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von shadowking
am Do. 16. Februar 2006 22:18:11
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Hallo Hans-Jürgen,
es ist nicht notwendig, nun so zu dramatisieren. In den Nutzungs-
regeln für den MP wurde bisher darauf verzichtet, diese Einschränkung
explizit auszusprechen. Aber darüber, dass wir uns hier nicht
gegenseitig zu missionieren versuchen wollen, wurde lange ausführlich
diskutiert - öffentlich etwa hier
und, wenn ich mich
recht erinnere, auch mittels einer PN an Dich. Ich beobachte seit
dieser Diskussion, dass streitträchtige Themen im Zusammenhang mit
Weltanschauungen erfreulicherweise abgenommen haben. Du stellst
durch solche Beiträge das Erscheinungsbild des MP aufs Spiel.
Und ich lasse mir von Dir nicht anhängen, ich würde eine Zensur des
MP betreiben. Da könnte ja jeder Zahnpastahersteller kommen und sein
Produkt bewerben, und den fälligen Verweis seitens der Moderatoren als
"Einschränkung seiner grundgesetzlich garantierten
Meinungsfreiheit"
lauthals beklagen.
Für mich besteht zwischen Zahnpasta und einer Religion nur
insofern ein Unterschied,
als dass einem der Hersteller von Zahnpasta nicht verspricht, man würde nach
dem Tod
für die Benutzung seines Produkts belohnt.
Wegen des Augustinus-Zitats bin ich gerade am Suchen, wo ich den
genauen Wortlaut finde. (Link gibt's im Erfolgsfall per PN)
Gruß Norbert
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von matroid
am Do. 16. Februar 2006 22:27:38
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Hallo Hans-Jürgen,
wenn es eine derartige Zensur gäbe, wäre Dein Artikel nicht erschienen.
shadowking spricht von einer Selbstbeschränkung. Es ist ja nicht nötig jedes
Thema überall zur Sprache zur bringen.
Ich frage mich aber auch, warum sich die Nicht-Gläubigen immer so stark
bedrängt fühlen, wenn jemand vom Gottesglauben spricht?
Galt eigentlich der Satz des Pythagoras schon vor dem Urknall?
Gruß
Matroid
PS: Bitte sprecht über eure Ansichten, aber vermeidet bitte alle
Unterstellungen.
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von cow_gone_mad
am Do. 16. Februar 2006 22:38:54 http://cow-gone-mad.blogspot.com/
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Hallo Martin :-)
Du nimmst hier an, dass der Satz des Pythagoras nach dem Urknall gilt. Dies
ist bekanntermassen nicht der Fall, da wir in einer gekrümmten Raumzeit
leben. Er gilt Approximativ. Natürlich gilt der Satz des Pythagoras in einer
aus unserem Geist konstruierten platonischen Welt, aber ob diese etwas mit
der "Wirklichkeit" zu tun hat, ist eine rein religöse Frage. ;-)
@Hans-Jürgen: Ja, ich meine es vollkommen ernst. Du sprichst Fragen an, die
meiner Meinung nach diskutiert gehören, und es ist zumindest für mich
erkennbar, dass du Fragen in einer "Metaphysik" diskutieren willst.
Womit ich mit "Metaphysik" Dinge meine, bei denen die Methoden der
Physik versagen.
Liebe Grüsse,
cow_
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Rebecca
am Do. 16. Februar 2006 22:45:21
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Hi,
zur Quelle des Zitates :
Das „Zitat“ stammt aus den „Confessiones“ des Augustinus. Die „Confessiones“,
eines der meistgelesenen Werke der Literaturgeschichte, hat Augustinus in
seinen ersten Bischofsjahren zwischen 397 und 400 geschrieben.
Im elften Buch der „Confessiones“ diskutiert Augustinus ausführlich die
Erschaffung der Welt, speziell auch hinsichtlich zeitphilosophischen Fragen
(quid est enim tempus?).
Die Ausgangsfrage ist: "Wie schuf Gott Himmel und Erde?"(XI,5,7).
Nicht in der Zeit, nicht an einem bestimmten Ort und nicht aus vorhandenem
Material (XI,5), meint Augustinus, denn das alles setzt die Schöpfung ja
schon voraus. Nein, vor Gott ist alles gegenwärtig (XI,7 und XI 11,22/23), so
dass der Schöpfungsakt nicht als zeitliche Abfolge zu verstehen ist (XI,6/7).
Vielmehr ist die Zeit selbst Produkt der Schöpfung. Zu fragen, was Gott
vorher tat, ist sinnlos (XI,12).
Wer die angegebenen Stellen im 11. Buch nachlesen will, findet hier eine
komplette deutsche Übersetzung der „Confessiones“:
www.ub.uni-freiburg.de/referate/04/augustinus/bekennt1.htm#1100
Humanistisch gebildete Puristen finden den kompletten lateinischen
Originaltext des 11. Buches hier:
phil.flet.mita.keio.ac.jp/person/nakagawa/texts/august/conf/conf11.html
Gruß
Rebecca
PS.: Einen „Missionierungsversuch“ kann ich in dem Artikel von Hans-Juergen
beim besten Willen nicht erkennen.
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Hans-Juergen
am Do. 16. Februar 2006 23:27:57 http://www.hjcaspar.de
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Hallo Rebecca,
Du bist ein Schatz! Danke für das genaue
Augustinus-Zitat!
Dank auch an Norbert, der mir fast zeitgleich
dieses und weitere Zitate per PN zusandte.
Mit "Zahnpastalächeln" auch ihm herzliche Grüße,
Hans-Jürgen
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von jannna
am Fr. 17. Februar 2006 00:40:32
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Hallo nochmal
Der erste Teil deines Artikels beschäftigt sich quasi mit
Modellierungstheorie (siehe oben, Beispiel Licht).
Ich empfehle wirklich meinen Link zu dem Thema, das wird, wenn man sich damit
beschäftigt einige Unklarheiten aus dem Weg räumen.
Dann kommst du zur Religion und da finde ich deine Ausführungen, hmmm ich
weiß nicht wie ichs richtig ausdrücken soll, seltsam.
(Um der polemik vorzubeugen, das ist keine Zensur nur eine Meinung ;-) )
Du solltest vielleicht wirklich mal texte über die historische Entwicklung
der Wissenschaftstheorie und der Naturwissenschaften allgemien lesen, das
würde vielleicht einige Fragen, die du hier im text aufwirfst klären
Grüße
jana
p.s.:
persönliche freiheit sollte immer nur so weit gehen wie sie die persönliche
freiheit anderer nicht einschränkt.
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Slider
am Fr. 17. Februar 2006 01:19:17
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Hi,
hier werden doch einfach verschiedene Weltanschauungen gegenüber gestellt,
ich sehe hier jedoch keinen "bekehrenden" Hintergrund :D
ich verstehe den Artikel eher als eine Betrachtung.
gruß
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von kostja
am Fr. 17. Februar 2006 01:24:41
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Hallo Hans-Jürgen,
ich möchte Dir für diesen wunderbaren und anregenden Artikel herzlich danken!
Und auch bei den, an der Diskussion beteiligten Personen, möchte ich meinen
Dank für ihre wertvollen Beiträge aussprechen. Ich werde mich in der nächsten
Zeit noch näher mit diesen Themen beschäftigen.
MfG Konstantin
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Martin_Infinite
am Fr. 17. Februar 2006 08:58:33
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Hi,
ich möchte mich einmal Slider anschließen. Wo erkennt ihr (insb. Norbert und
Jana) denn Missionierungsgedanken oder gar Einschränkung der persönlichen
Freiheit? Was matroid auch schon gesagt hat, ist dass da einige zur leichten
Überreaktion neigen ;). Und davon mal abgesehen, kann man es ebenso als
Missionierung werten, bei einem solchen Artikel korrigierend auf ein
Modellierungs-Skript zu verweisen. Seid doch bitte etwas offener :-), was
nicht unbedingt naiv heißt.
Also Hans-Juergen, ich finde deinen Artikel recht interssant. Vor allem, weil
ich mir nun etwas religöser als sonst vorkomme, obwohl ich es ganz sicher
nicht bin *lol*.
Gruß
Martin
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von jannna
am Fr. 17. Februar 2006 10:28:30
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Hallo martin,
Ich habe nie von einem Missionierungsversuch gesprochen, fühle mich auch
nicht missioniert ;-)
Den Satz über die persönliche freiheit habe ich gepostet weil:
"Sie stellen, ob Du das möchtest oder nicht, eine
Art Zensur dar, die ich nicht voraussah, da mir
die von Dir erwähnten Absprachen nicht bekannt
waren.
Sollten sie tatsächlich bestehen, wäre das eine
Einschränkung grundgesetzlich garantierter
Meinungsfreiheit und für mich ein Anlaß, den
Matheplaneten zu verlassen. Eine "Verpflichtung",
wie Du sie forderst, werde ich nicht eingehen."
Ich wollte damit die Diskussion eigentlich etwas entspannen, ist mir wohl
nicht gelungen...
Den Hinweis auf das Modellierungsskript möchte ich hier nochmal verteidigen.
übrigens bezog ich mich (bis auf den Hinweis, das ich den zweiten teil
seltsam finde) nur auf den ersten Teil. Und das ist meiner Meinung nach klar
ein Modellierungsthema. Licht ist eben nicht Welle und Teilchen zugleich, und
man muß eben keine Schwierigkeiten haben und es etwas drittes mytisches
nennen. Es sind einfach verschiedene Modelle..
Und wenn ich sehe, daß jemand Schwierigkeiten bei einem thema hat, bei dem
ich keine Schwierigkeiten sehe bin ich bestrebt demjenigen zu helfen, seine
Schwierigkeiten zu überwinden. Das ist ein Angebot (keine Missionierung), das
auch gern abgelehnt werden kann...
Grüße
Jana
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Morris
am Fr. 17. Februar 2006 10:57:33
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Hallo Leute!
Ich finde die Reaktionen auf diesen Artikel viel interessanter als den Artikel
selbst.
1. "Ich frage mich aber auch, warum sich die Nicht-Gläubigen immer so
stark bedrängt fühlen, wenn jemand vom Gottesglauben spricht?" (matroid)
- Wir fühlen uns belästigt. Wir lassen Gläubige mit ihrem Glauben in Ruhe,
möchten aber auch mit unserem Agnostizismus oder Atheismus in Ruhe gelassen
werden. Jeder darf gerne seinen Glauben haben und danach leben, aber manche
von uns reagieren empfindlich darauf, wenn andere Ihren Glauben zur Schau
stellen. Wir empfinden das sehr leicht als Missionierungsversuch, auch wenn
es vielleicht gar nicht so gemeint ist. Ich bin durchaus bereit, das in einem
gewissen Maße als Überempfindlichkeit anzuerkennen, und würde nicht so weit
gehen wie Norbert. Aber ich möchte Dich, Hans-Jürgen, und andere, die sich vielleicht
auch angesprochen fühlen, bitten, unsere Sicht der Dinge und unser Empfinden
anzuerkennen. Natürlich habt Ihr das Recht, Eure Meinung zu äußern, aber ich
möchte Euch bitten, kritisch zu hinterfragen, ob Ihr es wirklich für nötig
haltet, Eure Religiösität so deutlich zu äußern, wie Ihr es manchmal tut.
2. Die z.T. begeisterten Reaktionen auf diesen Artikel haben mich sehr
überrascht. Denn ich halte das meiste für Allgemeinplätze oder zu kurz
gedacht. Hans-Jürgen, das ist nicht böse gemeint, und die Reaktionen der
anderen sprechen eine andere Sprache, aber das ist meine Meinung, die ich im
folgenden ein wenig näher erläutern möchte:
a) Thema Licht: Der von Jana zitierte Teil ist auch für mich zu engstirnig.
Ja, gegen den Welle-Teilchen-Dualismus sträubt sich die Anschauung. Aber
damit ist die Sache nicht zu Ende. Es gibt in der Natur Phänomene, die nicht
anschaulich sind. Gerade in der Quantenmechanik gibt es deren viele, der
Welle-Teilchen-Dualismus ist nur ein Beispiel. Aber vielleicht meinst Du mit
dem Dritten, für das wir keinen Begriff haben, auch dasselbe wie ich. Aber
das halte ich für selbstverständlich. Das Licht ist weder Welle noch
Teilchen, sondern etwas Drittes. Wie Jana richtig sagt, sind Welle und
Teilchen zwei Modelle, die jeweils gewisse Aspekte zufriedenstellend
beschreiben. An dieser Stelle zeigt sich besonders deutlich, was für die
ganze Naturwissenschaft (und noch für einige andere Wissenschaften) gilt: Wir
hantieren mit Modellen für die Wirklichkeit, nichts, womit wir umgehen, ist
die Wirklichkeit selbst. Man kann vielleicht philosophische Diskussionen
darüber führen, aber ich bin davon überzeugt, daß jeder ernstzunehmende
Naturwissenschaftler diese Anschauung vertritt. Die Naturwissenschaft
arbeitet daran, diese Modelle der Wirklichkeit mehr und mehr anzunähern,
immer mehr Phänomene immer besser abzubilden, aber es werden immer nur
unvollkommene Modelle bleiben. Und ich sehe auch nichts Schlechtes daran.
Meiner Meinung nach ist das die beste Möglichkeit, sich der Natur zu nähern.
b) Thema Zeit:
Ja, eine Definition der Zeit ist schwierig, und es mag richtig sein, daß alle
bisherigen Versuche unzulänglich sind (ich bin da nicht auf dem Laufenden).
Aber wo ist das Problem? Das heißt, daß man weiterhin daran arbeiten muß, an
einer besseren Sicht auf die Zeit zu gelangen. Die einzige Alternative dazu,
die ich aus Deinem Artikel herauslese, ist, sich damit abzufinden, daß man
das Phänomen Zeit nicht verstehen könne (Du sagst das nicht in diesem
Zusammenhang, aber als eine allgemeine Haltung). Dazu bin ich aber nicht
bereit. Ich akzeptiere gerne die momentane Mangelhaftigkeit unserer Versuche,
auch die Möglichkeit eines generellen Unvermögens, ein zufriedenstellendes
Ergebnis zu erreichen, aber ein Aufgeben aller Versuche lehne ich ab.
c) "Auch wird behauptet, daß die Zeit erst im Moment des
"Urknalls" entstanden sei (zusammen mit dem Raum), und daß sie
davor nicht existierte. Fragen wie, was vor diesem Ereignis war, und warum es
plötzlich "knallte", werden manchmal als unwissenschaftlich und
daher unzulässig abgetan. Hier deutet sich ein Denkverbot an, das an gewisse
Phasen der Religions- und Kirchengeschichte erinnert."
Was willst Du ausdrücken mit "Es wird behauptet" und "manchmal
wird abgetan". Du versteckst Dich hinter diesem Passiv. Natürlich gibt
es Leute, die so etwas behaupten. Zu fast jeder Behauptung gibt es jemanden,
der sie vertritt. Wenn Du es so wörtlich meinst, dann ist es nichtssagend.
Wenn Du es aber nicht wörtlich meinst, kannst Du nur damit meinen, daß das
die Haltung der Naturwissenschaft sei. Und das ist schlicht falsch. Es gibt
Theorien dazu, was vor dem Urknall war oder warum diese Frage nicht sinnvoll
sei (ich frage mich, ob Du das vielleicht mißverstehst als "als
unwissenschaftlich abtun"), aber das sind, wie gesagt, Theorien und
keine Dogmen.
d) Danach folgen noch ein paar Gegenüberstellungen von Unzulänglichkeinten
des heutigen naturwissenschaftlichen Weltbildes und wie Gläubige damit
umgehen. Diese Darstellung halte ich für erfreulich neutral. Auch wenn ich,
da ich Deine Anschauungen inzwischen ein wenig kenne, denke, daß Du die Sicht
der Gläubigen bevorzugst, beläßt Du es bei einer Gegenüberstellung. Das finde
ich positiv, allerdings ist es in meinen Augen ein wenig nichtssagend.
Interessanter und auch ausgewogener wäre es gewesen, wenn Du wenigstens auch
geschildert hättest, wie ein nichtgläubiger Naturwissenschaftler mit diesen
Fragen umgeht. Auch sehe ich hier keinen Zusammenhang mehr zum eigentlichen
Thema Deines Artikels.
Insgesamt halte ich den Artikel nicht für sehr gelungen, aber da er
offensichtlich so manchen von uns zum Nachdenken anregt, hat er wohl sein
Gutes.
Viele Grüße
Morris
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von cow_gone_mad
am Fr. 17. Februar 2006 13:23:11 http://cow-gone-mad.blogspot.com/
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Hallo zusammen :-)
Ich muss noch ein Bisschen die Physik kommentieren:
Bitte hört auf von "VOR DEM URKNALL" zu reden und gleichzeitig
davon zu reden, dass da Zeit keinen Sinn macht. Ihr widersprecht euch selber.
;-)
Zur Definition der Zeit: Erklärt mir bitte jemand mal wo das Problem liegt?
Man kann Zeit messen und Dinge in der Raumzeit beschreiben. Dass es nicht DIE
Zeit gibt, sollte seit mehr als 100 Jahre bekannt sein.
Zum Welle-Teilchendualismus: Auch das ist kein Problem. Wir wissen wie die
Dinger beschrieben werden. Die Physikseite ist geklärt! (Bis auf ein paar
Unzulänglichkeiten wie Eichgruppen, Renomierung, usw... aber das wird ja oben
nicht angesprochen ;-))
Liebe Grüsse,
cow_
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von kostja
am Fr. 17. Februar 2006 16:37:14
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Hallo, ich habe ein wenig über den Zeitbegriff nachgedacht. Es ist
tatsächlich so, dass er, wenn überhaupt, nur schlecht definiert ist. Aber mir
ist aufgefallen, dass der Begriff der Länge völlig analog zum Begriff der
Zeit definiert ist, nur dass einem der Begriff der Länge nicht solches
Kopfzerbrechen bereitet. Scheinbar hat man sich an ihn gewöhnt.
Nun bleiben doch 2 Optionen übrig, entweder man akzeptiert den Begriff der
Zeit, als den Abstand zweier Ereignisse, oder man muss auch versuchen eine
neue Definition für Länge zu finden.
Ich persönlich tendiere eher zum ersteren.
@Morris: Du schreibst:
"Wir fühlen uns belästigt. Wir lassen Gläubige mit ihrem Glauben in
Ruhe, möchten aber auch mit unserem Agnostizismus oder Atheismus in Ruhe
gelassen werden."
Nun vlt. möchte Hans-Jürgen gar nicht "Euch" damit ansprechen. Es
gibt außer Ihm auch weitere Personen auf dem MP, die sich zum Glauben
bekennen, zu denen Du auch mich zählen kannst. Jetzt könnten "wir"
genau so behaupten, dass wir uns bei solchen Beiträgen belästigt fühlen.
MfG Konstantin
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von kostja
am Fr. 17. Februar 2006 16:45:33
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PS: @Norbert
Ich habe mir den von Dir velinkten Thread nocheinmal durchgelesen. Und wenn
ich mich nicht allzu stark irre, waren mindestens genausoviele Leute der
Meinung, dass derarige Diskussionen auf dem Planten weiterhin nicht
eingeschränkt werden sollten.
MfG Konstantin
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Semax
am Fr. 17. Februar 2006 20:03:11
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Hi.
Das war gerade der dritte Artikel, den ich auf dieser Seite gelesen habe. Mir
gefällt, dass hier sehr sachlich diskutiert wird.
Größtenteils kann ich mich der Meinung von Morris anschließen (danke für
diese sehr detaillierte Analyse des gesamten Artikels), allerdings sehe ich
den ersten Punkt bezüglich der Bedrängtheit der Nicht-Gläubigen etwas anders.
Ich kann diese Einstellung natürlich verstehen. Im Text wird wirklich kaum
etwas Positives über gelungene Veranschaulichungen von physikalischen
Sachverhalten in Form von Bezeichnungen aus dem Alltag erwähnt. Und natürlich
schweift der Autor auch ziemlich ab, um dann zu guter Letzt eine Lobrede auf
den Glauben im Allgemeinen zu verfassen. Da hätte ich mir auch schon
irgendwie ein Blick auf die andere Seite gewünscht, der zeigt, was denn auch
die Physik so alles leisten kann.
Aber wenn man das eben nicht lesen will, dann liest man es eben nicht.
Dementsprechend hat der Autor nämlich nur einen großen Fehler gemacht: Durch
die Verwendung eines falschen Titels (sei es nun bewusst oder nicht) hat er
ein gewisses Publikum angesprochen, das solch einen Inhalt bei passendem
Titel nie gelesen hätte.
Und wenn das noch geändert werden kann, wird es auch keine Probleme mehr
geben.
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Gonzbert
am Sa. 18. Februar 2006 17:43:19
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Hallo!
Also für mich stellt sich die Frage, ob wir auf dem MP Artikel wollen, die
fachliche Fehler enthalten.
Wenn der Autor die Fehler unwissentlich macht, und in den Kommentaren darauf
hingewiesen wird, sollte er die Fehler korrigieren.
Dieser Artikel beruht meiner Meinung nach aber auf diesen Fehlern, um anhand
dieser die eigene Anschauung bestimmter Dinge darzustellen.
Ich glaube das solche Artikel dem Ansehen des MP schaden. Das macht dann auch
die schöne, sachliche Diskussion in den Kommentaren nicht wieder gut.
Viele Grüße
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Rebecca
am So. 19. Februar 2006 00:40:34
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Hi,
manche Kommentare zu dem Artikel von Hans-Jürgen verwundern mich sehr. Wenn
man seinen Artikel unvoreingenommen liest, wird man schnell feststellen, dass
hier keine religiöse Weltanschauung missionarisch verbreitet wird. Es werden
doch einfach nur verschiedene Weltanschauungen gegenüber gestellt, ohne jede
Wertung.
Und wenn ich dann Gonzberts Beitrag lese (O-Ton: „Also für mich stellt sich
die Frage, ob wir auf dem MP Artikel wollen, die fachliche Fehler enthalten“
oder „Ich glaube das solche Artikel dem Ansehen des MP schaden“), dann frage ich
mich, warum Artikel von Scheurecker nicht ähnliche Empörungen auslösen.
Mir drängt sich leider der Eindruck auf, dass die Agnostiker hier Toleranz
einfordern, die sie selbst Andersdenkenden nicht zu gewähren bereit sind.
Gruß
Rebecca
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Martin_Infinite
am So. 19. Februar 2006 03:33:10
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Hi,
genau Rebecca, so sehe ich das auch. Auch wenn es etwas OT ist, noch etwas
@Morris: Du schreibst
Die Naturwissenschaft arbeitet daran, diese Modelle der Wirklichkeit mehr
und mehr anzunähern, immer mehr Phänomene immer besser abzubilden, aber es
werden immer nur unvollkommene Modelle bleiben. Und ich sehe auch nichts
Schlechtes daran. Meiner Meinung nach ist das die beste Möglichkeit, sich der
Natur zu nähern.
Was soll denn 'Wirklichkeit' in diesem Zusammenhang überhaupt sein? Man
spricht damit doch von etwas, was man selbst als unerfassbar anerkennt.
Insbesondere ist damit wohl kaum die empirische Wirklichkeit gemeint. Und
trotzdem meint man, sich ihr mit Modellen, was reine Gedankenkonstrukte sind,
annähern zu können? Wie soll man diese Annäherung denn überhaupt feststellen,
und vergleichen? Sind Messungen innerhalb eines Modelles überhaupt für
einen Vergleich außerhalb davon aussagekräftig?
Also ich finde, dass Naturwissenschaft keine Erkenntnistheorie beinhaltet.
Trotzdem können die allermeisten Naturwissenschaftler mit Recht darauf stolz
sein, was sie mit Hilfe von Modellen erreicht haben. Meine rhetorischen
Fragen oben deuten schon an, dass ich ein Wahrheitsrelativist bin - im
Gegensatz zu Hans-Juergen, der auf den Glauben zurückgreift, weil er sich
rein physikalisch keine absolute Wahrheit denken kann. Soviel zu meiner
Meinung ;)
Gruß
Martin
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von weserus
am So. 19. Februar 2006 11:33:59
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Hallo,
zu den Kommentaren gebe ich folgende Anmerkungen:
1.Der Artikel sagt im 1.Teil, dass die Bildersprache der
Physik Begriffe verwendet, die dem 'normalen' Leben entnommen
sind und dass diese Begriffe(=Bilder)oft im Einzelfall unzu-
reichend sind. Das ist richtig! Zu weiteren Ausführungen wie z.B.
für 'Quanten' und 'Quark' enthalte ich mich.
Der 2. Teil führt -ohne sog. 'Missionierung'- nur aus, dass eine
Reihe von bedeutenden Physikern durchaus religiös waren.
Was nun ist an diesen beiden Teilen falsch?
2.@Jana
Nach meinem Wissenstand ist Deine Ansicht zum Welle-Teilchen-
Dualismus nicht auf dem neuesten Stand und könnte deshalb durch-
aus als falsch bezeichnet werden.
a)Der Nobelpreisträger für Physik Prof. Dr. Max Born hat am 11. Dezember 1954
in seinem Nobelpreisvortrag:
'Die statistische Deutung der Quantenmechanik' u.a. gesagt:
"Von diesem Standpunkt lässt sich das jetzt durchgehends gebrauchte
Begriffssystem, in dem Partikel und Welle zugleich auftreten,
vollständig rechtfertigen. .........Die neueste Forschung......
hat uns aber an Grenzen geführt, jenseits derer auch dieses Begriffssystem
nicht ausreichend erscheint."(vergl.M. Born, W. Heisenberg, P. Jordan;
Zur Begründung der Matrizenmechanik, 1962,
S. 11) Das stimmt und heute ist das Begriffssystem weiter.
b)Der Nobelpreisträger für Physik Prof. Dr. Richard P. Feynman sagt
zu Licht und Elektronen -ob Welle oder Teilchen- :
"....In Wirklichkeit verhält es sich also weder wie das eine noch
das andere.Geben wir es also auf. Wir sagen: 'Es ist wie keins
von beiden'"(vergl. Feynman, Leighton, Sands; Feynman Vorlesungen
über Physik, Band III: Quantenmechanik 1962/1999 S. 17)
Hans-Jürgen befindet sich mit seiner Meinung m.E. in durchaus
guter Gesellschaft!
Heute stellt man auf die Quantenfeldtheorie und deren Wechsel-
wirkungen ab und Helge(cow_gone_mad), Franz(fru) und Juergen(Spock)
können Dir hierzu sicher mehr als ich sagen.
Bitte überprüfe Deine Meinung und Deine Beleidigung, auch wenn
diese mit einem Smiley verziert wurde.
3.@Norbert(shadowking)
Deine Behauptung, in den Nutzungsbedingungen des Matheplaneten
sei bisher darauf verzichtet worden, Einschränkungen zu welt-
anschaulichen Fragen aufzunehmen ist nachweislich unwahr.
Diese Nutzungsbedingungen wurden Ende Juni/Anfang Juli 2005 von
mir bzw meinem Kollegen rechtlich neu formuliert, danach von
Martin Wohlgemuth ohne rechtliche Erheblichkeit 'vereinfacht',
von meinem Kollegen noch einmal durchgesehen und am 11. Juli
2005 neu gestellt. Wir hatten nicht den Auftrag derartige
Einschränkungen aufzunehmen. Weiter bin ich mir sicher, dass
weder Du noch irgendein anderer anschliessend - im Zusammenhang
mit der Weltanschauungsdiskussion - an Matroid die Bitte, den
Wunsch oder die Forderung herangetragen haben, solche Einschränk-
ungen aufzunehmen. Auf diese Klarstellung lege ich besonderen
Wert, weil Hans-Jürgen von dieser unwahren Behauptung besonders
betroffen schien.
Gruss Peter
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von shadowking
am So. 19. Februar 2006 12:00:56
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@Peter:
Dann ist doch meine Behauptung auch nicht unwahr. Unwahr wäre
sie, wenn eine solche Bestimmung tatsächlich vorläge.
Es geht hier um eine Diskussion, die erst Ende Juli/Anfang
August geführt wurde, also erst nach der von Dir beschriebenen
Neuformulierung der Nutzungsbedingungen. Auch wenn wir uns
darin zu mehr als nur einer Selbstbeschränkung durchgerungen
hätten, könnte das Ergebnis der Diskussion bei dieser
Neuformulierung gar keine Rolle gespielt haben.
Aber wie immer, wenn man das Ergebnis nicht "in Stein meißelt",
bleiben Interpretationsspielräume. Hans-Jürgen nutzte diese
m.E. zu weit aus, bzw. ignorierte die Selbstbeschränkung in
einer Weise, die nicht nur mich gestört hat. Es geht hier nun
auch nicht mehr nur um das Vermeiden provokanter Beiträge und
anschließender erhitzter Debatten, sondern auch um die Achtung
vor einer nicht-gläubigen Position.
@Rebecca:
Ich weiß hier von keinem Agnostiker, der andere für seine
Weltsicht in der Weise einzunehmen sucht, wie es Hans-Jürgen,
übrigens nicht nur mit diesem Artikel, praktiziert.
Ich weiß, dass es hier mehrere gläubige Menschen gibt, aber die
meisten haben der neutralen Atmosphäre des MP bisher nicht
geschadet.
Wer hat also wem Toleranz und Respekt entgegenzubringen?
Es sollte nicht nur von der Kopfzahl (= Kampfkraft?) abhängen,
wie es bei der "Religionsdynamik" allzu oft der Fall war und ist.
Gruß Norbert
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Erkenntnistheorie
naturwissenschaftlich ?
von fru
am So. 19. Februar 2006 12:25:32
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@Martin_Infinite:
Hi, Martin, Du schreibst:
"... ich finde, dass Naturwissenschaft keine Erkenntnistheorie
beinhaltet."
Durch die Entwicklung der evolutionären Erkenntnistheorie
(etwa ab der Mitte des 20. Jahrhunderts) hat die Erkenntnistheorie
eindeutig (auch) naturwissenschaftlichen Charakter angenommen.
Etwas überspitzt formuliert könnte man sagen:
Seit die Kantischen a prioris als phylogenetische a posterioris
entlarvt wurden, ist die Erkenntnistheorie zu einem Teilgebiet
der Biologie geworden.
Jedenfalls sind einige wesentliche epistemologische Probleme
den empirischen Methoden der Naturwissenschaften zugänglich
geworden und können zum Teil auch (natürlich nur soweit das für
naturwissenschaftliche Fragen überhaupt möglich ist) als mehr
oder weniger befriedigend gelöst betrachtet werden.
Vieles harrt natürlich noch einer (abschließenden) Antwort und
die evolutionäre Erkenntnistheorie kann auch ihre eigenen Grenzen
aus sich heraus abstecken: Manches wird unserem Geist wohl für
immer verschlossen bleiben.
Aber all diese Erkenntnisse ruhen auf einem soliden empirischen
Fundament und sind damit weitgehend den spekulativen Methoden
der Philosophie entzogen.
Liebe Grüße, Franz
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von cow_gone_mad
am So. 19. Februar 2006 12:55:47 http://cow-gone-mad.blogspot.com/
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Hallo zusammen :-)
@Martin: Wenn du Modelle in Bereichen wie Beschreibung des Lichtes machst,
dann ist die Wirklichkeit, was Experimentalphysiker in ihren Papern
veröffentlichen. Was die wirklich machen verstehst du eh nicht.
Zur Licht Diskussion:
1.) Die Frage: "Was ist Licht?" ist nicht die physikalisch
sinnvolle, sondern dies ist "Wie beschreibe ich Licht?". Meine
letzte kann im Rahmen der Quantenelektrodynamik auf eine unvorstellbare
Genauigkeit beantwortet werden. Nämlich auf die Genauigkeit, dass man den
Abstand New York Los Angeles auf eine Haaresbreite genau misst. Zumindest
ist, dass was Feynman immer schreibt.
2.) Jetzt dazu wie diese Beschreibung, was Licht ist, aussieht. Als erstes
sollte man hierzu wissen, dass Licht eine elektromagnetische Erscheinung ist,
und durch Felder beschrieben wird. Aus gewissen Gründen, nimmt man hier ein
Hilfsfeld A. Wenn man diese Gleichungen jetzt quantisiert, erhält man eine
von Peter erwähnte Quantenfeldtheorie (QFT). Dort treten jetzt ganz natürlich
Störungen in dem Feld auf, die man mit Photonen identifizieren kann. Photonen
sind also nichts anderes als Störungen in einem Hintergrundfeld. Wenn man
dieser Theorie glaubt.
Ich wage jetzt nicht zu beurteilen, ob das Wellen oder Teilchen sind. ;-) Sie
sind diskret, es ist immer ein Photon und nie ein halbes, deswegen vielleicht
Teilchen. Allerdings verhalten sie sich ganz anders als man es von Teilchen
erwartet.
3.) Jetzt habe ich beantwortet, was Photonen sind, bzw. wie sie beschrieben
werden können. Jetzt ist Licht eine Vielzahl solcher Photonen, wobei noch Prozesse
wie Paarerzeugung eine Rolle spielen. Das ist halt alles nicht so einfach ;-)
Liebe Grüsse,
cow_
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von jannna
am So. 19. Februar 2006 16:27:53
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Hallo
Weserus:
"Bitte überprüfe Deine Meinung und Deine Beleidigung, auch wenn
diese mit einem Smiley verziert wurde."
Wahrscheinlich meinst du die Stelle, wo ich behaupte, seine Auffassung stammt
aus dem 19. Jhd.
Gut, kann man so sehen, wenn man meint das vergangene Generationen immer
dümmer sind bzw. waren...
Die Diskussion um das Licht, finde ich sehr interessant. Leider bin ich da
nicht auf dem neuesten Stand aber der Artikel sollte nun wohl auch nicht so
tief in die Materie eindringen oder? Nun gut, wenn mein Licht-Modell nicht
mehr das aktuelle ist, dann gibts ein neues. Wiederum ein Modell, was meine
Meinung, daß man Licht nicht mystifizieren muß, nicht ändert.
Grüße
Jana
p.s.: Ich fühle mich übrigens vom religiösn Standpunkt dieses Artikels nicht
angegriffen. (wollt ich nur mal explizit schreiben, damit ich mr nicht
vorwerfen lassen muß ich würde Toleranz an einer Stelle einfordern an der ich
sie selbst nicht bringe)
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Re:
Über die Bildersprache der Physik
von Hans-Juergen
am So. 19. Februar 2006 16:46:52 http://www.hjcaspar.de
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Hi,
die durch meinen Artikel angestoßene,anfangs (für mich)
wenig erfreuliche Diskussion hat sich ja sehr lebhaft
entwickelt, so daß ich mich in ihr auch noch einmal
melden möchte.
Als erstes danke ich allen, die mich gegen mir ungerecht
erscheinende Tadel und Angriffe in Schutz nahmen, sehr
herzlich. Auf Einzelheiten möchte ich nicht eingehen;
es sind zu viele, die in diesem Sinne schrieben, manche
mehrfach.
Unter den Kritikern ragt meiner Ansicht nach Morris mit
seiner klaren, gut strukturierten, ausgeglichenen und insgesamt
nicht unfreundlichen Antwort vom 17.2. hervor. Etwa die zweite
Hälfte des Abschnitts 2a (von "Wir handeln ..." an) ist für mich
recht aufschlußreich. Ein Teil davon wird zu einem späteren
Zeitpunkt von Martin_infinite wieder aufgenommen, so daß
sich weitere Diskussionsmöglichkeiten daraus ergeben.
Dankbar bin ich auch für Weserus' Feynman-Zitat, nach dem
Licht "weder das eine noch das andere" ist (Welle, Korpuskel).
Dies ungefähr wollte ich mit meiner Bemerkung in dem Artikel
ausdrücken. Helge (cow_) vertieft das Ganze aus seiner
Sicht und liefert zusätzliche Informationen.
Erst nach der Veröffentlichung des Artikels fand ich hier eine
interessante Seite, in der vieles dargestellt wird, was auch
Gegenstand dieser Diskussion ist und darüber hinaus eine
Menge mehr.
Mit freundlichen Grüßen an alle,
Hans-Jürgen
Hi Jana, danke für Deinen letzten Beitrag. Ich glaube,
wir verstehen uns im großen und ganzen.
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