Die folgenden, auf Spanisch geschriebenen Verse entstanden vor über achtzig Jahren in Argentinien und wurden nach ihrer Vertonung als Lied weltbekannt. Sie enthalten eine starke religiöse Komponente, weshalb ich sie hier zitiere. Der Text ist ein Rückblick auf ein anfangs schönes, später unglücklich verlaufenes Leben und gibt den endgültigen Abschied von alten Freunden wieder. - Ein Video nach einer historischen Aufnahme mit Carlos Gardel, 1887-1935, dem seinerzeit berühmtesten Tango-Sänger Argentiniens, findet man hier bei YouTube. Der Text steht auf der italienischen Seite www.tanguear.it/?p=304#comments. Dort kann man das Lied auch als mp3-Datei anhören, doch gibt es dabei Aussetzer.

ADIÓS MUCHACHOS
1927

Letra: Cesar Felipe Veldani
Música: Julio César Sanders

Adiós muchachos, compañeros de mi vida,
barra querida de aquellos tiempos.
Me toca a mí hoy emprender la retirada,
debo alejarme de mi buena muchachada.
Adiós muchachos. Ya me voy y me resigno...
Contra el destino nadie la talla...
Se terminaron para mí todas las farras,
mi cuerpo enfermo no resiste más...

Acuden a mi mente
recuerdos de otros tiempos,
de los bellos momentos
que antaño disfrute,
cerquita de mi madre,
santa viejita,
y de mi noviecita
que tanto idolatré.
Se acuerdan que era hermosa,
más bella que una diosa
y que, ebrio yo de amor,
le di mi corazón?
Mas el Señor, celoso
de sus encantos,
hundiéndome en el llanto,
me la llevó.

Es Dios el juez supremo.
No hay quien se le resista.
Ya estoy acostumbrado
su ley a respetar,
pues mi vida deshizo
con sus mandatos
llevándome a mi madre
y a mi novia también.
Dos lágrimas sinceras
derramo en mi partida
por la barra querida
que nunca me olvidó.
Y al darle, mis amigos,
el adiós postrero,
les doy con toda mi alma,
mi bendición.


Übersetzungsversuch nach einer automatischen Rohübersetzung:

Lebt wohl, Jungs, Kameraden meines Lebens, und du, in all' den Jahren liebgewonnene Bar.
1 Heute ist es an mir, Abschied zu nehmen. Trennen muß ich mich von guter Gemeinschaft.2 Lebt wohl, Jungs. Ich gehe jetzt und ziehe mich zurück ... Gegen das Schicksal kann niemand etwas machen. ... Alle Fêten sind für mich zu Ende; mein kranker Körper hält sie nicht mehr aus ... Meinem Geist entgegen eilen Erinnerungen an andere Zeiten, an die schönen Augenblicke, die ich einst, ganz nah bei meiner Mutter, der heiligen alten Frau, und meiner Freundin genossen habe, die ich so sehr verehrte. Erinnert ihr euch, dass sie schön war, schöner als eine Göttin, und dass ich, liebestrunken, ihr mein Herz gab? Aber der Herr, eifersüchtig auf ihren Charme, nahm sie mir; in Tränen ging ich unter. Gott ist der oberste Richter. Keiner kann ihm widerstehen. Jetzt gewöhne ich mich daran, sein Gesetz zu beachten, da mein Leben durch seine Befehle zerstört ist und mir meine Mutter und meine Braut genommen wurden. Zwei aufrichtige Tränen vergieße ich bei meinem Weggang von der geliebten Bar, die nie mich vergessen hat. Und wenn ich euch nun, meine Freunde, von ganzer Seele das letzte Lebewohl sage, gebe ich euch meinen Segen.
1wörtlich: geliebte Bar jener Zeiten; "und du" von mir hinzugefügt
2Das in Zeile 4 stehende Wort muchachada ist ein Sammelbegriff. Im europäischen Spanisch scheint er "Kinder" zu bedeuten, bisweilen auch "Mädchen" (pl). Genaues darüber herauszubekommen, ist nicht leicht. Im argentinischen Spanisch wird er auch auf Erwachsene angewendet, so zum Beispiel bei la muchachada política, im Deutschen: die politische Klasse. (Gefunden in einer Internetausgabe der Zeitung El Correo de la Diáspora Argentina.)

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